Lauterbach erwartet für Freitag „auf jeden Fall“ neue Corona-Beschlüsse – WELT

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet damit, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am kommenden Freitag neue Corona-Regeln vereinbaren. „Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben, weil wir müssen uns Gedanken dazu machen, wie verändern wir die Quarantäne-Verordnung“, sagte Lauterbach am Sonntagabend im Interview von RTL/ntv.

Die Frage sei, wie lang die Quarantäne zum Beispiel für diejenigen dauern müsse, die in der kritischen Infrastruktur arbeiteten, in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern. Geklärt werden müsse etwa, inwieweit die Fristen für diejenigen verkürzt werden könnten, die schon eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten.

Um zu verhindern, dass die Omikron-Welle zu groß werde, werde man auch beraten müssen, welche Kontaktbeschränkungen angemessen seien. Eine Durchseuchung könne man sich in Deutschland wegen der hohen Zahl an Ungeimpften nicht leisten, betonte Lauterbach. „Die Fallzahlen werden sehr stark steigen, und das wird dann auch viele Ungeimpfte treffen, und die sind nicht geschützt. Daher mache ich mir da große Sorgen.“

Zugleich sieht Lauterbach auch bei Corona-Erstimpfungen schon eine große Schutzwirkung. „Die erste Impfung senkt bereits nach 14 Tagen das Sterberisiko drastisch“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Mit einer Steigerung der Erstimpfungen könnte auch in der „Omikron-Welle“ die Zahl der Corona-Toten wirksam gesenkt werden. Das Gefühl vieler Ungeimpfter, dass der Zug für sie eh abgefahren sei, stimme nicht.

Studien zeigten, dass sich die Omikron-Variante wesentlich schneller verbreite als die Delta-Variante, aber auch etwas weniger schwere Fälle verursache. „Das ist aber keine Entwarnung für ältere Ungeimpfte“, betonte Lauterbach. Er warte auf weitere wissenschaftliche Studien. In Dänemark und Großbritannien, wo Wissenschaftler mildere Krankheitsverläufe bei einer Omikron-Infektion meldeten, liege die Impfquote bei Älteren deutlich höher als in Deutschland.

Auf Twitter schrieb Lauterbach, dass Omikron in Großbritannien zu „sehr vielen“ Krankenhauseinweisungen führe. Einweisungen auf die Intensivstation stiegen hingegen langsamer. Eine „Tragödie“ sei dort bislang ausgeblieben, weil die Älteren eine „hohe“ Impfquote hätten und 75 Prozent geboostert seien. In der „BamS“ zeigte sich Lauterbach „sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften“ in Deutschland.

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Lauterbach bekräftigte auch den Nutzen von Masken – dieser habe sich durch die neue Variante sogar noch gesteigert: „Die Viruslast der Infizierten ist bei Omikron niedriger, deshalb wirken Masken besser.“ Insbesondere in der Schule sei das Tragen der Masken „ein absolutes Muss für alle Klassen“, sagte er der Zeitung.

Alle Entwicklungen im Liveticker:

21:45 Uhr – Israel weitet Verabreichung von vierter Corona-Impfdosis aus

 Israel weitet die Verabreichung einer vierten Corona-Impfdosis aus. Auch alle Menschen über 60 Jahre sowie das medizinische Personal sollten nun eine nochmalige Booster-Impfung erhalten, sagte der israelische Regierungschef Naftali Bennett am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Dem habe das Gesundheitsministerium angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante zugestimmt.

„Die Omikron-Welle ist hier und wir müssen uns schützen“, sagte Bennett. Am Donnerstag hatte das Gesundheitsministerium eine vierte Corona-Impfung für Menschen mit geschwächtem Immunsystem genehmigt. Damit ist Israel eines der ersten Länder weltweit, das vierte Corona-Impfdosen verabreicht. Kurz darauf wurde die Kampagne auf Bewohner von Altersheimen und Patienten geriatrischer Stationen in Israel ausgeweitet.

20:06 Uhr – Erneut Proteste gegen Corona-Politik in Schweinfurt

Im unterfränkischen Schweinfurt sind erneut Gegner der aktuellen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach bei den Aktionen am Sonntagabend von mehreren Hundert, womöglich rund 1000 Teilnehmenden. Die Stadt hatte wegen mehrerer Vorfälle bei früheren Protesten die Regeln verschärft.

Bei den nicht angemeldeten Aktionen hatte sich zunächst eine größere Personengruppe im Zentrum am Markt versammelt – so wie bei früheren Protesten. Die Polizei habe einen Protestzug der Menge verhindert, sagte der Polizeisprecher. Daraufhin hätten sich viele kleinere Gruppen in der Innenstadt verteilt. Die genaue Zahl der Teilnehmer sei daher schwer zu schätzen, sagte der Sprecher.

Im unterfränkischen Schweinfurt sind erneut Gegner der aktuellen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach bei den Aktionen am Sonntagabend von mehreren Hundert, womöglich rund 1000 Teilnehmenden. Die Stadt hatte wegen mehrerer Vorfälle bei früheren Protesten die Regeln verschärft.

Bei den nicht angemeldeten Aktionen hatte sich zunächst eine größere Personengruppe im Zentrum am Markt versammelt – so wie bei früheren Protesten. Die Polizei habe einen Protestzug der Menge verhindert, sagte der Polizeisprecher. Daraufhin hätten sich viele kleinere Gruppen in der Innenstadt verteilt. Die genaue Zahl der Teilnehmer sei daher schwer zu schätzen, sagte der Sprecher.

Die Polizei versuchte, die einzelnen Gruppen am Weiterziehen zu hindern. Das gelang ihr nur teilweise. Die Protestierenden riefen unter anderem immer wieder „Keine Impfpflicht“ und „Freiheit“. Die Stimmung sei gereizt, sagte der Polizeisprecher.

19:11 Uhr – Schleswig-Holstein verschärft Corona-Regeln

Schleswig-Holstein verschärft angesichts der sich ausbreitenden Corona-Variante Omikron die Schutzregeln. Bei Veranstaltungen wird ab Dienstag die Teilnehmerzahl auf maximal 50 in Innenbereichen beziehungsweise 100 im Freien begrenzt; bisher galt bei halber Kapazität maximal 1000. Die Kontaktbeschränkung für Geimpfte oder Genesene auf maximal zehn Personen gilt nicht mehr nur in der Wohnung, sondern auch im öffentlichen Raum. Darauf verständigten sich am Sonntag Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), seine Stellvertreter, Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP), sowie die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen, wie die Staatskanzlei in Kiel mitteilte.

16:55 Uhr – 1800 demonstrieren in Niedersachsen

Erneut hat es am Sonntag in Niedersachsen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen gegeben. In Osnabrück kamen laut Polizei rund 1800 Menschen zusammen. Sie zogen durch die Innenstadt und versammelten sich dann zu einer Abschlusskundgebung. Die angemeldete Demonstration sei überwiegend ohne Zwischenfälle verlaufen, die Maskenpflicht sei größtenteils eingehalten worden, sagte eine Polizeisprecherin. Nur vereinzelt habe es Verstöße gegeben. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

In Hannover hatten sich rund 30 Menschen am Maschsee zu einem sogenannten Corona-Spaziergang versammelt. Die Veranstaltung war nicht angezeigt und wurde von der Polizei kurzerhand als nicht angezeigte Demonstration bewertet. Einige Teilnehmer trugen keine Mund-Nase-Bedeckung, die bei Versammlungen erforderlich ist. Die Polizei leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

16:05 Uhr – Grünen-Sprecher will Impftempo beschleunigen

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, fordert eine deutliche Beschleunigung des Impftempos. „Wir müssen in der Impfkampagne unbedingt wieder an das Tempo von vor Weihnachten anknüpfen“, sagte Dahmen. „Bis zu 1,5 Millionen Impfungen pro Tag sind nötig, um besser auf die erwartete Omikron-Welle vorbereitet zu sein.“ Das werde man nur mit mobilen Impfangeboten zusätzlich zu den Impfzentren und Arztpraxen schaffen. Entscheidender Faktor werde erneut der verfügbare Impfstoff sein.

15:52 Uhr – Auch in USA durch Omikron mildere Verläufe

Die vorliegenden Daten deuten dem US-Regierungsberater Anthony Fauci zufolge auf mildere Verläufe bei Omikron hin. Allerdings könne es durch eine große Zahl von Fällen zu einer Welle von Einlieferungen ins Krankenhaus kommen, sagte er dem Sender CNN.

14:32 Uhr – Tausende demonstrieren in Amsterdam trotz Verbots

Ungeachtet eines Verbots der Stadtverwaltung haben am Sonntag in Amsterdam mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung protestiert. Die Polizei drängte die Menge schließlich vom Museumsplatz in die Nebenstraßen und beendete die Aktion. Die Stadtverwaltung hatte die Demonstration verboten, da der Polizei Hinweise vorlagen, dass einige Demonstranten gewaltbereit sein könnten.

Bevor die Beamten anrückten, entrollten einige Teilnehmer in der Nähe des Van-Gogh-Museums ein Transparent mit der Aufschrift „Weniger Repression, mehr Fürsorge“. Eine Gruppe von Menschen in weißen Overalls und weißen Masken hielt Schilder hoch, auf denen unter anderem zu lesen war: „Es geht nicht um ein Virus, sondern um Kontrolle“ auf der einen Seite und „Freiheit“ auf der anderen Seite.

Auf dem Platz und in den umliegenden Straßen war eine starke Polizeipräsenz zu verzeichnen. Die Stadtverwaltung wies das Viertel als Sicherheitsrisikogebiet aus, so dass die Polizei befugt war, Menschen präventiv zu durchsuchen. Die Demonstration fand am selben Tag statt, an dem die niederländische Polizei ankündigte, gegen die wachsende Arbeitsbelastung zu protestieren. Die Gewerkschaftsvertreter erklärten, die Bereitschaftspolizei werde ihre Arbeit aber falls erforderlich fortsetzen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank in der vergangenen Woche leicht und lag bei 85,55 pro 100.000 Einwohner. In den Niederlanden ist die Omikron-Variante des Coronavirus inzwischen dominant. Das Land befindet sich derzeit in einem Lockdown: Alle Geschäfte mit Ausnahme der für den täglichen Bedarf sind geschlossen, genauso wie Museen, Theater und Kinos.

14:10 Uhr – Giffey will bei 14-Tage-Quarantäne bleiben

Eine Verkürzung der Corona-Quarantäne wegen der schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante ist nach Ansicht von Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey derzeit noch nicht nötig. „Jetzt im Moment brauchen wir das noch nicht, weil unsere kritische Infrastruktur noch nicht außer Gefecht gesetzt ist“, sagte die SPD-Politikerin im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Sie sehe das als Stufenmodell. Erst wenn absehbar sei, dass Polizei, Feuerwehr und andere Institutionen nicht mehr arbeitsfähig seien, müsse eine solche Maßnahme beschlossen werden.

Giffey reagierte auch auf Kritik daran, dass die einzelnen Berliner Bezirke über die Feiertage und zum Jahreswechsel nur verzögert aktuelle Daten zum Infektionsgeschehen übermitteln. Diese Situation gebe es bundesweit, betonte sie. Um beim geplanten Bund-Länder-Treffen am kommenden Freitag Entscheidungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie treffen zu können, seien die aktuellen Daten zur Belegung der Intensivstationen sowie zur kritischen Infrastruktur aussagekräftig genug.

„Wir wissen, dass wir nicht bei einer Überforderung der kritischen Infrastruktur sind und auch bei den Intensivstationen nicht über 20 Prozent Belegung“, sagte Giffey. „Und diese beiden Zahlen, auf der Basis treffen wir unsere Entscheidungen, und das können wir am 7. Januar auch tun.“

Die Landeschefin sprach sich vor dem Treffen zudem dafür aus, in Bussen und Bahnen wieder zum ausschließlichen Tragen von FFP2-Masken zurückzukehren. „Weil wir wissen, dass die medizinischen Masken eben nicht so einen starken Schutz auch bei Omikron gewährleisten, deswegen muss das wieder verstärkt werden.“ Eine generelle Maskenpflicht im öffentlichen Raum halte sie hingegen „nicht für sinnvoll“.

11:37 Uhr – Juristin plädiert für differenzierte Beurteilung von Corona-Protesten

Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen müssen nach Einschätzung der Juristin Nicole Reese viel differenzierter beurteilt werden. Immer mehr Menschen aus der Mitte der Gesellschaft gingen inzwischen auf die Straße, sagte sie im Interview mit dem Deutschlandfunk. Durch die Berichterstattung in den Medien und das Agieren der Politik entstehe jedoch sofort die Assoziation, Menschen, die gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren, seien Corona-Leugner. Dies entspreche jedoch nicht den Tatsachen, betonte die Juristin, die selbst eine Demonstration in Berlin mitorganisiert hat, die jedoch von den Behörden verboten wurde.

Sie selbst komme wie die meisten ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus „der linken, grünen Ecke“, einige seien aus dem liberalen oder konservativeren Spektrum, aber alle seien weit davon entfernt, Nazis oder Corona-Leugner zu sein. „In unserer Bewegung leugnet wirklich niemand Corona“, betonte Reese. Sie seien lediglich gegen einige Maßnahmen wie die Impfpflicht und vor allem Schulschließungen.

11:30 Uhr – Ministerium: Omikron könnte Israel Herdenimmunität bringen

Die Ausbreitung der Omikron-Variante in Israel könnte dem Land nach Ansicht eines hohen Beamten im Gesundheitsministerium Herdenimmunität bringen. „Der Preis dafür wären sehr viele Infektionen“, sagte der Generaldirektor des Ministeriums, Nachman Ash, dem Radiosender 103FM. „Die Zahlen müssten sehr hoch sein, um Herdenimmunität zu ereichen. Das ist möglich, aber wir wollen es nicht durch Infektionen erreichen, sondern durch eine Vielzahl geimpfter Personen“.

11:24 Uhr – Patientenschützer fordern Impf-Berechtigung für Pflegekräfte

Patientenschützer fordern angesichts der Omikron-Variante, dass auch Pflegekräfte gegen Corona impfen dürfen. „Das Verabreichen von Spritzen gehört für Hunderttausende Pflegekräfte zum Alltag“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Sie müssen daher sofort in die Impfkampagne einbezogen werden.“ Es sei völlig absurd, dass inzwischen Apotheker und selbst Tierärzte gegen Corona impfen dürften, aber diejenigen, die in Kliniken, Heimen und in der ambulanten Pflege am engsten an der Risikogruppe dran seien, beim Impfen außen vor blieben.

11:05 – Giffey: Verkürzung der Quarantäne noch nicht nötig

Die Verkürzung der Quarantäne in der Pandemie wegen Omikron ist nach Ansicht von Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey derzeit noch nicht nötig. „Jetzt im Moment brauchen wir das noch nicht, weil unsere kritische Infrastruktur noch nicht außer Gefecht gesetzt ist“, sagte die SPD-Politikerin im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Sie sehe das als Stufenmodell. Erst wenn absehbar sei, dass Polizei, Feuerwehr und andere Institutionen nicht mehr arbeitsfähig seien, müsse eine solche Maßnahme beschlossen werden.

09:21 – England führt Masken in höheren Schulklassen wieder ein

Wegen der rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron sollen ältere Schüler in England im Klassenzimmer wieder Masken tragen. Die vorläufige Empfehlung gilt für Schülerinnen und Schüler von der siebten Klasse an, also etwa im Alter von zwölf Jahren, wie die britische Regierung am Sonntag wenige Tage vor dem Wiederbeginn der Schulen mitteilte. Dies solle sicherstellen, dass so viele Jugendliche so lange wie möglich die Schule besuchen können.

Derzeit greift die hochansteckende Omikron-Variante schnell um sich. Allein in England waren am Samstag 162.572 neue Corona-Fälle gemeldet worden – ein Tagesrekord im größten britischen Landesteil.

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08:03 Uhr – Bundespolizei registriert kaum Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln 

Zusätzlich zu ihren normalen Aufgaben hat die Bundespolizei im zu Ende gegangenen Jahr bei über 25 Millionen Reisenden geschaut, ob diese die Vorgaben der Corona-Einreiseverordnung erfüllen. Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit, „obwohl die Bundespolizei keine Gesundheitspolizei ist“, sei bei diesen Reisenden jeweils überprüft worden, ob die digitale Einreiseanmeldung vollständig und korrekt ausgefüllt worden sei. Darüber hinaus hätten die Beamten im grenzüberschreitenden Verkehr auf dem Landweg, über die Seehäfen sowie im Luftverkehr kontrolliert, ob die erforderlichen Nachweise – Testergebnis, Impf- oder Genesenennachweis – vorhanden waren.

Lediglich bei fast 226.000 Reisenden – das sind rund 0,9 Prozent – habe es Anlass zur Beanstandung gegeben. In rund 190.000 Fällen seien Ordnungswidrigkeitsanzeigen an die zuständigen Bußgeldbehörden der Länder übermittelt worden, in der Regel also an die Gesundheitsämter.

06:36 Uhr – Pandemie-Folge – Augenärzte erwarten mehr Kurzsichtigkeit bei Kindern

Als Folge der Corona-Pandemie mit eingeschränktem Freizeitangebot und viel Zeit zu Hause rechnen Augenärzte mit einer Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern. „Es ist zu erwarten, dass in der Pandemie durch übermäßiges zu nahes Sehen auf Handys oder Tablets die Kurzsichtigkeit unter Kindern zugenommen hat“, sagte der Sprecher des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA), Ludger Wollring, der Deutschen Presse-Agentur. „Uns liegen dazu keine Daten vor, aber frühere Studien lassen diese Auswirkung vermuten.“ Um Kurzsichtigkeit bei Kindern vorzubeugen, sei Tageslicht ein wichtiger Faktor. Selbst dämmriges Tageslicht sei besser als Kunstlicht.

05:34 Uhr – „Corona-Aufholprogramm“ – Verbände ziehen kritische Zwischenbilanz

Rund ein halbes Jahr nach dem Start des sogenannten Corona-Aufholprogramms für Schüler fällt die erste Bilanz von Bildungs- und Lehrerverbänden kritisch aus. Zwar sei eine pauschale Einschätzung wegen unterschiedlicher Maßnahmen in den Bundesländern schwierig, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, der Deutschen Presse-Agentur. „Mehrheitlich melden die GEW-Landesverbände jedoch zurück, dass die Maßnahmen offenbar nicht so fruchten wie geplant“, fügte sie hinzu.

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Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte, die Wirkung des Nachholprogramms werde maßgeblich von den Ressourcen der Schulen bestimmt, sich einzelnen Schülern widmen zu können. Die jetzige Schülergeneration zahle verschärft durch Corona den Preis für eine über Jahre verfehlte Personalpolitik. Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, kritisierte, dass ein Teil der Schulen wegen „einer enorm angespannten Personallage“ zu einer vollen Teilnahme an Aufholfördermaßnahmen nicht in der Lage sei.

03:43 Uhr – 12.515 Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am vierten Tag in Folge einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 222,7 an. Weil zwischen den Jahren weniger getestet und gemeldet wird, geht das RKI bei den Zahlen von einer Untererfassung aus. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 220,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 220,7 (Vormonat: 439,2).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.515 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.34 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 10.100 Ansteckungen.

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Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 46 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 88 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.189.329 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 6.441.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 112.155.

02:33 Uhr – Lindner: Deutschland muss binnen eines Monats gesamte Bevölkerung impfen können

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will Deutschland darauf vorbereiten, angesichts möglicher weiterer Corona-Wellen die gesamte Bevölkerung innerhalb kurzer Zeit impfen zu können. „Wir wissen nicht, welche Entwicklung die Pandemie nimmt“, sagte Lindner der „Bild am Sonntag“. „Deshalb sollten wir bald in der Lage sein, nötigenfalls binnen eines Monats die gesamte Bevölkerung zu impfen.“ Dafür müsse die notwendige Infrastruktur geschaffen und der Zugriff auf ausreichend Impfstoff gesichert werden. „Deutschland sollte nie wieder unvorbereitet von einer Infektionswelle überrascht werden.“

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01:47 Uhr – Frankreich lockert und vereinheitlicht Quarantäneregeln

Die Regierung in Frankreich hat eine Lockerung und Vereinheitlichung der Quarantäneregeln für Geimpfte angekündigt. Demnach müssen sich vollständig geimpfte Corona-Infizierte ab Montag unabhängig von der Variante in der Regel für sieben Tage isolieren, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran in einem Interview mit der Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ an. Sie können sich aber bereits nach fünf Tagen durch einen negativen Antigen- oder PCR-Test freitesten.

Die Quarantäne für Kontaktpersonen, die vollständig geimpft sind, wird aufgehoben. Véran betonte allerdings, dass Betroffene weiterhin Distanzregeln einhalten und sich „regelmäßig“ testen müssten.

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Die Lockerung und Harmonisierung der Regeln solle „der extrem schnellen Entwicklung der Verbreitung der Omikron-Variante in Frankreich Rechnung zu tragen“, erklärte das Gesundheitsministerium. Es soll „eine Nutzen-Risiko-Abwägung“ ermöglichen, die darauf abzielt, das Infektionsgeschehen „unter Kontrolle“ zu halten und gleichzeitig das soziale und wirtschaftliche Leben „aufrechtzuerhalten“.

23:37 Uhr – Verletzte bei Corona-Protest in Greiz

Bei einem Protest gegen die Corona-Politik von Bund und Land im ostthüringischen Greiz sind mehrere Demonstranten und Polizisten verletzt worden. An der Aktion am Samstagabend beteiligten sich etwa 400 Menschen, wie ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Thüringer Polizei auf Anfrage sagte.

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